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Lagerung
Das richtige Lagern von Reifen verzögert das Altern des Gummis. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer des Reifens. Beim Lagern ist Folgendes zu beachten:
1. Reifen vor dem Abmontieren deutlich kennzeichnen (siehe auch „Achsposition“), um sie später wieder an derselben Position anzubringen beziehungsweise kontrolliert tauschen zu können
2. Luftdruck um etwa 0,5 Bar erhöhen
3. Reifenoberfläche auf Schäden absuchen und eventuelle Fremdkörper aus dem Profil entfernen
4. Reifen kühl, trocken sowie möglichst dunkel lagern
5. Reifen ohne Felgen sollten senkrecht stehen, mit den Felgen kann man sie an die Wand hängen oder liegend übereinanderstapeln.
Lamellendichte
Die Lamellendichte im Reifenprofil ist entscheidend für die Traktion bei nassem oder eisigem Wetter. Viele Lamellen helfen dem Profil, den Wasserfilm zu durchschneiden, beziehungsweise dienen als Gripkanten auf Eis und Schnee. Dank der modernen Lamellengeometrie bleiben die Profilblöcke trotz der vielen Einschnitte (Lamellen) sehr formstabil, was vor allem die Seitenführung des Reifens verbessert.
Lamellenreifen
Lamellenreifen wurden von Michelin schon in den 1930er-Jahren erfunden, um mehr Haftung auf rutschigem Kopfsteinpflaster zu erzielen. In den 1980er-Jahren entwickelte Michelin aus Lamellenreifen den modernen Winterreifen mit exzellentem Grip auf Schnee und Eis (siehe auch „Alpin“-Reifen).
Laufleistung
Maximale Kilometerleistung eines Reifens, bevor seine Abnutzung die Leistung, insbesondere die Sicherheit, gefährdet.
Laufrichtungsgebundene Profile
Manche Reifen sind so konstruiert, dass sie nur in eine Richtung abrollen sollen. Ihre Laufrichtung wird durch einen Pfeil auf der Reifenflanke gekennzeichnet. Dies muss bei der Montage beachtet werden. Insbesondere Winterreifen werden häufig als laufrichtungsgebundene Pneus konzipiert. Die vorgegebene Laufrichtung dieser Reifen gibt dabei die Montagerichtung mit bestmöglicher Traktion an.
Lebensdauer des Reifens
Maximale Kilometerleistung eines Reifens, bevor seine Abnutzung die Leistung, insbesondere die Sicherheit, gefährdet.
Lenkpräzision
Unter der Lenkpräzision von Reifen oder Fahrzeugen versteht man deren Fähigkeit, möglichst exakt in eine Kurve einzulenken beziehungsweise aus ihr herauszusteuern, sowie das Fahrverhalten im Kurvenverlauf selbst. Hochleistungsreifen (Y, ZR) sind in der Regel besonders lenkpräzise.
Load Index
Der Load Index (Tragfähigkeitskennzahl) ist eine zwei- beziehungsweise dreistellige Zahl am Ende der Größenbezeichnung: zum Beispiel 175/70 R 13 82 T. Die Zahl 82 gibt Aufschluss über die Tragfähigkeit des Reifens. Der Tragfähigkeitsindex 82 steht beispielsweise für 475 Kilogramm Tragfähigkeit pro Reifen.
Luftdruck
Siehe dazu Einträge im Glossar: Luftdruck, optimaler, Luftdruck, zu hoher, Luftdruck, zu niedriger oder Luftverlust, schleichender.
Luftdruck, optimaler
Der optimale Luftdruck entscheidet darüber, ob die Reifen ihr volles Leistungsspektrum wie Kilometerleistung, Kurvenhaftung, Dauerfestigkeit, Bremsweg usw. entfalten können. Deshalb sollte der Druck am kalten Reifen mindestens monatlich geprüft werden. Achtung: Niemals nach längerer Fahrt den Luftdruck absenken! Bei der Fahrt erwärmen sich die Reifen und der Reifenluftdruck steigt automatisch an (siehe auch „zu niedriger“ und „zu hoher Luftdruck“).
Luftdruck, zu hoher
Zu hoher Luftdruck ist fast ebenso schädlich wie zu niedriger Luftdruck. Stoßdämpfer und Komfort leiden, die Bodenhaftung verschlechtert sich und zudem nutzen sich die Reifen meist schneller und ungleichmäßig ab (Mittenabrieb) (siehe auch „Reifendruck“ und „zu niedriger Luftdruck“).
Luftdruck, zu niedriger
Zu niedriger Reifendruck ist heute leider eher die Regel als die Ausnahme. Da die Reifen immer besser werden, neigen Autofahrer zu einer gewissen Nachlässigkeit bei der Wartung. Dabei bringt zu geringer Reifendruck durch die stärkere Walkarbeit und die daraus resultierende Erwärmung des Reifens viele Nachteile und Sicherheitsrisiken mit sich: Die Dauerfestigkeit wird – bis hin zum Reifenschaden – beeinträchtigt. Dazu kommen schwammiges Fahrverhalten, reduzierte Kilometerleistung sowie erhöhter Kraftstoffverbrauch. Deshalb gilt: Mindestens monatlich am kalten Reifen den Luftdruck kontrollieren (siehe auch „Reifendruck“, „zu hoher Reifendruck“). Der vorgeschriebene Luftdruck variiert in Abhängigkeit vom montierten Reifen, der Beladung und der Geschwindigkeit. Angaben zum korrekten Luftdruck finden sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs sowie meist auch auf einem im Fahrertürausschnitt oder Tankdeckel angebrachten Aufkleber (siehe auch „Reifendruck“).
Luftverlust, schleichender, plötzlicher
Da auch bei einem „luftdichten“ Reifen Luftmoleküle langsam nach außen dringen, nimmt der Luftdruck schleichend ab – wenngleich nur in geringem Maße. Um den Autofahrern ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, verwendet Michelin Butyl zur Herstellung der inneren Gummischichten. Im Vergleich zu herkömmlichen Materialien verfügt es über eine bis zu sechsmal höhere Luftdichte. Schleichenden Luftverlust können auch in den Reifen eingedrungene Fremdkörper (Schrauben, Nägel etc.) hervorrufen. Zur regelmäßigen Kontrolle des Luftdrucks gehört deshalb auch die Untersuchung der Reifenlauffläche auf solche Fremdkörper. Plötzlicher Luftverlust durch starke Beschädigungen des Reifens lässt das Fahrzeug instabil werden. Dies ist besonders an der Hinterachse kritisch, da sich die Seitenführung des Fahrzeugs stark verschlechtert.