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ABE
ABE steht für Allgemeine Betriebserlaubnis. Sie gilt für ein Fahrzeugmodell oder ein Zubehörteil. Verwendet man nicht freigegebene Räder oder Reifen, dann erlischt mit der Betriebserlaubnis auch die komplette Fahrzeugzulassung – einschließlich Versicherungsschutz.
Abriebbild
Das Abriebbild des Reifens liefert wichtige Hinweise auf Fahrwerks- und Spureinstellung. Veränderungen dieser Einstellungen, beispielsweise durch Erschütterungen, führen zu unregelmäßigem Abrieb und einem beeinträchtigten Fahrverhalten. Darum sollte man die Reifen in regelmäßigen Abständen von einem Fachbetrieb überprüfen lassen.
ABS
Antiblockiersystem (ABS), in der StVZO „Automatischer Blockierverhinderer“ (ABV) genannt. Das ABS verhindert das Blockieren der Räder bei einer Vollbremsung. Vorteil: Das Fahrzeug bleibt auch bei harten Bremsmanövern immer steuerbar.
Achsposition
Eine Markierung (beispielsweise VL, VR, HL, HR), die festhält, an welcher Position am Fahrzeug ein Reifen montiert war und wo er beim erneuten Reifenwechsel wieder eingesetzt werden sollte. Unter Umständen kann jedoch auch ein bewusster Wechsel der Achsposition Sinn machen, etwa um eine gleichmäßige Abnutzung zu erreichen. Unabhängig von der Antriebsart gilt: Die besseren Reifen gehören auf die Hinterachse (siehe auch „Räderwechsel“).
ACT
Die von Michelin entwickelte Adaptive Casing Technology (ACT) kommt bei anspruchsvollen High-Performance-Motorradreifen wie dem MICHELIN Power Slick Evo zum Einsatz, die sich ideal für das Renntraining oder Hobbyrennen am Wochenende eignen. Die MICHELIN Adaptive Casing Technology verbessert die Stabilität des Reifens vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. Herausragendes Kennzeichen ist die Karkasse, deren Steifigkeit in Abhängigkeit vom Neigungswinkel variiert. Basis dafür sind die nicht mehr wie bisher symmetrisch angeordneten Karkasslagen: Die erste ist in einem Winkel von 70 Grad, die zweite in einem Winkel von 90 Grad ausgerichtet. Dank dieser verkleinerten Differenz der Winkel ist der Reifen bei der Geradeausfahrt flexibler, zu den Rändern der Lauffläche hin nimmt seine Stabilität hingegen kontinuierlich zu. Auf der Straße ist der Reifen dadurch in der Lage, die Haftung in Abhängigkeit von der Schräglage anzupassen. Diese Konstruktion, die MICHELIN Power Slick Evo, MICHELIN Power Cup Evo und MICHELIN Power SuperSport Evo nutzen, bietet erhöhte Vielseitigkeit auf und abseits der Rennstrecke sowie einen minimierten Einstellungsaufwand auf unterschiedlichen Rennkursen.
Active Wheel
Ein von Michelin entwickelter elektrischer Radnabenantrieb. Im Active Wheel findet nicht nur ein 30 Kilowatt starker Elektromotor Platz, sondern auch weitere Fahrwerks- und Sicherheitskomponenten. Dazu gehören die Bremse, eine aktive, elektromechanische Feder-Dämpfer-Einheit sowie eine zusätzliche mechanische Fahrwerksfeder. Mit dem Active Wheel lassen sich unterschiedliche Antriebskonzepte wie Front-, Heck- oder Allradantrieb ohne großen Aufwand modular realisieren. Gleichzeitig eröffnen sich den Designern attraktive Gestaltungsspielräume. Der Raum für Motor und Getriebe wird nicht mehr benötigt und kann anderweitig genutzt werden, beispielsweise für Gepäck, einen Wasserstofftank oder Batterien.
Auch die Fahrdynamik gewinnt mit dem innovativen Konzept: Das Drehmoment lässt sich elektronisch für jedes einzelne Rad individuell regeln. Diese Steuerung wirkt wie ein aktives Differenzial und ermöglicht durch die blitzschnelle und bedarfsgerechte Verteilung der Antriebsmomente auf kurveninnere und kurvenäußere Räder besonders hohe Kurvengeschwindigkeiten bei optimaler Spursicherheit. Gleichzeitig bietet die Kombination von elektrischem Antrieb und autarkem Bremssystem in jedem Rad noch mehr Optionen im Bereich der aktiven Sicherheit als ein herkömmliches Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP).
Airpumping
Airpumping lautet der Fachbegriff für ein Phänomen beim Abrollen des Reifens. Das Fahrzeuggewicht presst den Reifen mit großem Druck auf die Fahrbahn, sodass beim Abrollen die Luft mit hoher Geschwindigkeit aus den Profilkanälen strömt. Bei hoher Geschwindigkeit entstehen Pfeif- und Zischgeräusche, die sich jedoch durch geschickte Variation der Profilanordnung reduzieren lassen.
Alpin
Alpin lautet die Bezeichnung für MICHELIN Reifen mit besonders wirksamem „Winter-Biss“. Sie wurden speziell für den Einsatz in schneereichen Gegenden entwickelt. Der Clou dabei sind die patentierten Lamellentechniken, die für ausgezeichnete Haftung auf Schnee und rutschiger Fahrbahn sorgen.
Alterung
Die Alterung des Gummis in Reifen verändert die Elastizität und den Grip. Bestimmte Schutzmittel in der Gummimischung verlangsamen diesen Vorgang deutlich. Die altersbedingten Veränderungen treten allerdings früher auf, wenn ein Reifen nicht gefahren wird, beispielsweise bei Reservereifen. Reifen, die über sechs Jahre gelagert worden sind, wie zum Beispiel Reserveräder, sollten nur noch im Notfall und dann auch nur bis zum Erreichen der nächsten Fachwerkstatt eingesetzt werden.
Die Reifen von Fahrzeugen mit langer Standzeit, wie Anhänger oder Wohnmobile, sollten vor jeder längeren Fahrt auf ihre Funktion überprüft werden. Michelin empfiehlt, Reifen nach sechs Jahren, spätestens jedoch nach acht Jahren zu ersetzen.
Anti-Surf-System
Von Michelin entwickelte, spezielle Profilgeometrie und Ausformung der Reifenschulter, die auch große Wassermengen kontrolliert durchbrechen und verdrängen kann und so das Aquaplaning-Risiko deutlich reduziert. Das Anti-Surf-System kommt beispielsweise beim MICHELIN Pilot Sport 3 zum Einsatz.
Antisplash
Die MICHELIN Antisplash™ Technologie reduziert bei nasser Fahrbahn die Gischt, die von Lkw-Reifen bis zu vier Meter hoch aufgewirbelt werden kann und für nachfolgende Autofahrer die Sicht verschlechtert. Gleichzeitig verbessert die Technologie bei Reifen auf der Vorderachse die Sicht des Lkw-Fahrers in den Rückspiegeln.
Die MICHELIN Antisplash™ Technologie besteht aus einer umlaufenden Gummilippe, die an der Außenkante zwischen Laufstreifen und Reifenflanke angebracht ist. Sie wirkt wie eine Barriere und leitet das Spritzwasser nach unten ab. Die Entwickler konnten mithilfe der patentierten Ableitkontur die Wasserfontäne auf ein Viertel reduzieren.
Inspiriert wurde die MICHELIN Antisplash™ Technologie ursprünglich von der Luftfahrt: Bei der Entwicklung von Flugzeugreifen galt es zu verhindern, dass Spritzwasser von den Reifen der Jets in die Triebwerke gelangte.
Aquaplaning
Aquaplaning nennt man das Aufschwimmen eines Reifens auf einer Wasserschicht. Dieser unerwünschte Effekt stellt sich abhängig von Geschwindigkeit, Wasserhöhe, Profiltiefe und -aufbau, Luftdruck und Radlast ein. Der Reifen verliert seine Haftung auf der Fahrbahn, das Fahrzeug kann dann keine Lenk- oder Bremskräfte mehr übertragen. Qualitätsreifen mit ausreichendem Profil und eine vorausschauende Fahrweise bei nasser Fahrbahn verringern das Unfallrisiko.
Aramid
Hochfeste Aramid-Gürtellagen in MICHELIN Reifen verhindern eine Formänderung des Reifens aufgrund der Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten. Dadurch verteilt sich die Belastung gleichmäßig auf die Lauffläche, was die gesamte Performance des Reifens verbessert. Zudem sind Aramid-Fasern extrem widerstandsfähig und leicht: Im Vergleich zu Stahl besitzt die Aramid-Faser bei gleichem Gewicht die fünffache Zugfestigkeit.
ASR
ASR ist die Abkürzung für Antriebs-Schlupf-Regelung, eine elektronische Steuerung, die dafür sorgt, dass beim Beschleunigen nur so viel Motorkraft an die Antriebsräder übertragen wird, wie diese auf die Straße übertragen können. Dadurch wird das Durchdrehen der Räder auf glatter Fahrbahn weitgehend vermieden.
Auswuchten
Beim Auswuchten werden statische oder dynamische Unwuchten am Rad-Reifen-System, die Vibrationen verursachen können, mittels kleiner Gewichte ausgeglichen. Das Auswuchten sollte bei jedem Wechsel auf neue Reifen von einer Fachwerkstatt vorgenommen werden. Das Auswuchten ist unverzichtbar, um ungleichen Verschleiß am Reifen und Schäden an der Radaufhängung zu vermeiden und den Fahrkomfort zu gewährleisten (siehe auch „Feinwuchten“).