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Michelin und Porsche wollen gemeinsam in der Langstrecken-Weltmeisterschaft neue Maßstäbe setzen

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Als Technologiepartner von Porsche konzipierte Michelin einen speziellen Reifentyp, der auf die Anforderungen des Porsche 919 Hybrid maßgeschneidert ist.
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04.03.2014

Michelin und Porsche wollen gemeinsam in der Langstrecken-Weltmeisterschaft neue Maßstäbe setzen

Erfolgreiche Partnerschaft im Motorsport und in der Serienfertigung: Porsche greift mit dem 919 Hybrid und Rennreifen von MICHELIN an

In dieser Saison steigt Porsche mit dem komplett neu entwickelten 919 Hybrid in die Langstrecken-Weltmeisterschaft ein. Dabei vertraut der deutsche Sportwagenhersteller auf das umfassende Know-how von Michelin. Der französische Reifenspezialist war von Beginn an in die Entwicklung des LMP1-Prototyps direkt involviert. Als Technologiepartner von Porsche konzipierte Michelin einen speziellen Reifentyp, der auf die Anforderungen des Porsche 919 Hybrid maßgeschneidert ist. Entsprechend dem Technischen Reglement der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) inklusive der 24 Stunden von Le Mans rollt der neue Porsche-Prototyp an Vorder- und Hinterachse auf Pneus der Dimension 31/71-18.

Michelin hat die neue Reifengeneration für seine LMP1-Partnerteams auch im Rahmen aufwendiger Simulatortests entwickelt. Um die Pneus vom Typ MICHELIN Endurance an die speziellen Anforderungen des Porsche 919 Hybrid anzupassen, absolvierten Michelin und Porsche gemeinsame Testfahrten, bei denen die Ingenieure der französischen Premiummarke und des deutschen Sportwagenherstellers eng zusammenarbeiteten. „Bei der Entwicklung des neuen Porsche 919 Hybrid konnte Michelin sein umfangreiches Know-how aus vielen erfolgreichen Jahren in den Langstreckensport einfließen lassen", betont Pascal COUASNON, Motorsport-Direktor von Michelin. „Unsere Ingenieure haben eng mit den Spezialisten von Porsche zusammengearbeitet. Durch den umfassenden Informationsaustausch konnten wir die perfekte Synergie zwischen dem Porsche 919 Hybrid und unseren Reifen finden."Die Reifen zählen im Langstreckensport zu den maßgeblichen Faktoren. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Performance als auch bezüglich der elektrischen Zusatzleistung, die ein LMP1-H-Prototyp im Rahmen des Reglements pro Runde abrufen darf. Die energetische Effizienz dieser Rennwagen hängt aber auch eng mit den Parametern Gewicht und Luftwiderstand zusammen – zwei fundamentale Größen, die auch durch die Rennpneus beeinflusst werden. Hier stellt sich die optimale Leistungsfähigkeit genau dann ein, wenn die Reifen und das Fahrwerk optimal miteinander harmonieren. Dabei müssen die Pneus enormen Belastungen sicher und dauerhaft standhalten. Die Anforderungen reichen von hohen Radlasten – die angesichts der immensen aerodynamischen Effizienz das Dreifache des Fahrzeuggewichts erreichen können – bis hin zu Kurvenflieh- sowie Beschleunigungs- und Verzögerungskräften im Bereich von mehr als 3g, also dem Dreifachen der Erdbeschleunigung.

Hinzu kommt: Gemäß Reglement sind die MICHELIN Reifen für die LMP1-Fahrzeuge in der diesjährigen Langstrecken-WM zwischen fünf und sechs Zentimeter schmaler als noch in der vergangenen Saison – die Aufstandsfläche verringert sich also um 15 Prozent. Damit einher gehen eine Gewichtsersparnis von bis zu acht Kilogramm pro Satz und ein deutlich reduzierter Luftwiderstand. Diese Vorteile kombinieren die Rennpneus von MICHELIN mit einer uneingeschränkten Performance und Ausdauer.

Porsche und Michelin arbeiten nicht nur in der LMP1-Königsklasse der Langstrecken-WM zusammen. Auch in der LMGTE-Kategorie rollen die beiden Werks-911-RSR des Porsche AG Teams Manthey auf den Reifen der Premiummarke. Im Vorjahr mündete dies in einem souveränen Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, als die Pneus von MICHELIN während des Rennens durch Dreifachstints zum Erfolg beitrugen. In dieser Saison will die schwäbisch-französische Kooperation dieses Highlight wiederholen und auch in der WEC sowie der US-amerikanischen Tudor United SportsCar Championship (TUSCC) zu den Titelanwärtern zählen.

„Unsere Partnerschaft mit Porsche ist sehr eng und geht weit über den Motorsport hinaus", erläutert Peter ZABLER, bei Michelin verantwortlich für die Kooperation mit Porsche. „Auch in Bezug auf die Serienmodelle arbeiten unsere Ingenieure bereits seit vielen Jahren Hand in Hand mit den Spezialisten von Porsche. Dabei liegt der Fokus auf der Entwicklung von besonders sicheren, leistungsfähigen und umweltfreundlichen Fahrzeugen. Unsere Partnerschaft erstreckt sich darüber hinaus auch auf andere Geschäftsfelder wie Marketing und Aftersales im weltweiten Vertriebsnetz von Porsche."

Von der Rennstrecke für die Straßenmodelle: Auch Porsche 918 Spyder, Porsche 911 GT3 und Porsche Macan rollen serienmäßig auf Reifen von MICHELINEbenso wie Porsche verfolgt Michelin mit seinem Motorsport-Engagement vor allem das Ziel, die eigenen Serienprodukte stetig weiterzuentwickeln. Denn mit seinen extremen Einsatzbedingungen und dem hohen Innovationsdruck bietet der Rennsport das ideale Testlabor für Innovationen. Das Ergebnis dieses Wissenstransfers sind hier wie dort technologisch einzigartige Spitzenprodukte.
Die Forscher und Entwickler von Michelin verfolgen dabei die gleiche Philosophie wie ihre Kollegen auf Porsche-Seite – ihr fortlaufendes Streben gilt dem nochmals leistungsfähigeren Pneu. Der Reifenspezialist nennt diesen Ansatz MICHELIN Total Performance-Strategie. Sie zielt darauf ab, die Leistungsmerkmale der Pneus fortlaufend zu verbessern. Auf diese Weise stellt Michelin sicher, die hohen Anforderungen zu erfüllen, die die anspruchsvollen Sportwagen von Porsche an ihre Reifen stellen – in puncto Sicherheit und Leistungsfähigkeit ebenso wie in Sachen Energieeffizienz, Laufleistung und Zuverlässigkeit.

Bestes Beispiel hierfür sind die Pneus vom Typ MICHELIN Pilot Sport Cup 2, die Michelin speziell für den neuen Hybrid-Supersportwagen Porsche 918 Spyder sowie für den Porsche 911 GT3 der aktuellen 991-Baureihe adaptiert hat.

Die außerordentliche Leistungsfähigkeit der MICHELIN Reifen stellte der deutsche Porsche-Werksfahrer Marc Lieb im September vergangenen Jahres eindrucksvoll unter Beweis: Er umrundete die 20,6 Kilometer lange Nordschleife des Nürburgrings am Steuer des Porsche 918 Spyder und auf Pneus von MICHELIN in einer Zeit von 6.57 Minuten – ein neuer Rekord für in Serie produzierte Sportwagen mit straßenzugelassener Bereifung.

Auch der neue Porsche Macan rollt serienmäßig auf Pneus von MICHELIN. Für das dynamische Kompakt-SUV stehen drei unterschiedliche Reifentypen zur Wahl: der Sommerreifen MICHELIN Latitude Sport 3, der MICHELIN Latitude Alpin 2 als Winterbereifung sowie der Allwetterpneu vom Typ MICHELIN Latitude Tour HP.

„Unser im Motorsport gewonnenes Know-how kommt der Abteilung Forschung und Entwicklung von Michelin unmittelbar zugute", erläutert Pascal COUASNON. „So profitieren zum Beispiel jene Reifen, mit denen heute die aktuellen Serienmodelle von Porsche ausgerüstet werden, von Entwicklungen, die wir erstmals vor weniger als drei Jahren bei den 24 Stunden von Le Mans erfolgreich getestet haben."

Daten und Fakten zu den MICHELIN Endurance LMP1-Reifen für die Langstrecken-Weltmeisterschaft 2014
1 einheitliche Dimension für Vorder- und Hinterachse: 31/71-18.
15 Prozent geringere Reifenbreite als noch im Vorjahr. Die Lauffläche ist also zwischen fünf und sechs Zentimeter schmaler als zuvor.
0 Kompromisse bei Performance und Langlebigkeit.
8 Kilogramm bringt ein kompletter Reifensatz für einen LMP1-Prototyp im Vergleich zum Vorjahr weniger auf die Waage.
4 Stints soll ein LMP1-Prototyp mit den aktuellen MICHELIN Endurance LMP1-Reifen bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans absolvieren können.